S&P500 JoTrader´s Chartanalyse KW24-25/22

Schlusskurs 3.672,05 -5,84% / RSI  31,72!!

Vorwoche 3.899,68 -2,95% / RSI  50,14

Allzeithoch: 4.808,93 (4.743,83)


Monatsergebnisse 2022


Rückblick

Letzte Woche hatte ich mit dem Satz geendet: Hier brennt der Busch zumal der RSI noch nicht überverkauft ist.

Jupp und die Woche begann am Montag entsprechend mit einem Bruch (per GAP-Down) der Unterstützungszone bei 3.900$.

Zwar versuchte der Kurs in das GAP (blau) aufzusteigen, doch nachdem er damit scheiterte, stürzte er am Freitag glatt durch die nächste Unterstützung hindurch und fand sich unter 3.650$ wieder.


 

Positives Szenario

Ich hatte die Bullen gewarnt

Jetzt wird es gefährlich, denn immer mehr Bullen wechseln offensichtlich ins Bärenlager, was besonders am Donnerstag und Freitag zu beobachten war. Um das zu drehen, wäre als erstes eine Verteidigung und ein Anstieg über die aktuelle Supportzone wichtig.

Das ging also ordentlich daneben für die verbliebenen Bullen  und um sich in eine einigermaßen stabile Position bringen zu können, müsste der Kurs spätesten im Bereich um 3.600$ oder an der darunter beginnenden Unterstützungszone (grün), eine Bodenbildung hinbekommen.

Zu einem echten Trendwechsel ist es nun ein sehr weiter Weg, denn dieser wäre aktuell erst ab 4.160$ möglich.


Chart

(kleiner Chart aus der Vorwoche)


Negatives Szenario:

Hier hatte ich in der letzten Woche ganz klar gewarnt:.

Da der Kurs jetzt auch noch die Unterstützungszone bei 3.900$ knapp unterschritten hat, dürfte noch ein Test der 3.800$ anstehen, wo der Kurs aber wohl überverkauft wäre.

Bei Panik ist das den meisten dann aber egal, so dass man auch einen kurzen Rücksetzer bis 3.700$ oder noch tiefer als Möglichkeit auf dem Schirm haben sollte.

Das war also nicht wirklich unerwartet eingetroffen, doch dürfte es das für die Bären wohl bald gewesen sein, da sich der Kurs dem überverkauften  Bereich bereits deutlich angenähert hat.

Aber in solchen Zeiten ist bei negativen Meldungen alles möglich , so dass Panik die Kurse in kürzester Zeit nochmals 20-30% abstürzen lassen könnte und Bereiche von < 3.000$ erreichbar wären, was dann ein Crash wäre. Muss nicht so kommen, aber wieso nicht?


Fear & Greed Index (Angst & Gier Index)

In der Vorwoche  konnte der Index, trotz des deutlich Kursrückgangs im S&P500, sogar 1 Punkt zulegen und stand so weiter im unteren Bereich der „normalen“ Angst bei 28 Punkten.

In dieser Woche verstärkte  sich die Angst unter den Anlegern, so dass der Bereich der „extremen Angst“,  mit 14 Punkten deutlich betreten wurde.

Quelle CNN


Fazit:

Vorletzte Woche hatte ich mit folgenden Worten geendet:

Freunde,  schnallt Euch an!

Nun ist also das längst überfällige eingetreten und es wird schwierig  die nächsten Schritte zu erkennen, da nun wieder das Phänomen  der „psychologisch dominierten Börsen“ Oberhand bekommen hat.

Der Fear & Greet Index oben, spiegelt das wieder was im amerikanischen Leben jetzt zu spüren ist, indem es Einzug in das tägliche Leben hält. Die Entlassungen und Firmenschließungen nehmen rasant zu und auch die ach so sozialen Großkonzerne, nehmen nun keine Rücksicht mehr auch ihre doch so wertvollen und geliebten Mitarbeiter.

Bei allen die auf Pump im Markt waren, wie das gerade bei den Amis üblich ist, winkt der berüchtigte Margin Call, der alle Träume zerplatzen lassen könnte.

Dies gilt  natürlich nicht nur für die Aktien- und Kryptomärkte, sondern besonders auch für die Hausbesitzer und die  Immobilienbranche, die durch kurzlaufende Hypothekenkredite finanziert sind  und wird all diejenigen betreffen, deren kurzlaufenden Kredite nun auslaufen und in der Verlängerung unbezahlbar werden.

Hinzu kommt, dass die Immobilienpreise gleichzeitig nachgeben und so den ursprünglichen hohen Kredit nicht mehr decken, so dass die Kredite entweder zusätzlich abgesichert werden müssen, was meist nicht geht oder eben zurückgefordert werden. Sprich das Haus ist weg, der Kredit ist trotzdem nicht abbezahlt. Das gleiche werden wir überall auf der Welt erleben…und ich höre es bereits in meinem größeren Bekanntenkreis, dass viele in Schieflage sind, da sie ihr Haus „haarscharf“, vielleicht sogar mit Überstunden usw. kalkuliert haben und nun in Kurzarbeit müssen…

Aber auch alle, die hohe  Konsumschulden (TV, Handy und weiteren Mist) mit sich schleppen, dürften schnell große Probleme bekommen. in den USA ist es z.B. üblich, auch Haus und Auto mit Krediten zu belasten und wenn dieses Kartenhaus zusammenbricht, wird sich die Zahl derjenigen drastisch vermehren, die unter den Brücken und in Parks schlafen müssen.

Ob das auch bei uns so weit kommen wird, werden wir sehen. Sicher ist, dass auch bei uns viele Wohnung und Häuser und die dummen Konsumschulden, nicht mehr bedient werden können und so ganze Familien unter die Räder kommen werden. Ich hoffe, man hilft sich gegenseitig…


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JoTrader


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