S&P500 JoTrader´s Chartanalyse KW25-26/22

Schlusskurs 3.911,00 +6,51% / RSI  48,06

Vorwoche 3.672,05 -5,84% / RSI  31,72!!

Allzeithoch: 4.808,93 (4.743,83)


Monatsergebnisse 2022


Rückblick

In dieser Woche gab der Kurs gleich am Montag  bis auf 3.636$ nach. Noch am gleichen Tag schloss er aber noch im Plus und auch die nächsten Tage sorgten für steigende Kurse.

So wurde bereits am Dienstag die Widerstandszone bei 3.750$ überschritten und auch bis zum letzten Handelstag verteidigt, so dass sie nun als Unterstützungszone dient.

Am Freitag sprang der Kurs dann mit einem GAP-Up in den Handelt und schaffte es auch, die EMA20 bei 3.893$ zu knacken und in die Widerstandszone einzudringen.


Positives Szenario

Ich hatte geschrieben:

Zu einem echten Trendwechsel ist es nun ein sehr weiter Weg, denn dieser wäre aktuell erst ab 4.160$ möglich.

Dabei bleibt es im Moment, wobei der Kurs natürlich schon etwas weiter ansteigen könnte, um dann aber im Bereich der grauen, fallenden Trendlinie, in die Gefahr einer Bullenfalle steuern könnte.

Wird dieser Bereich überschritten, dürfte spätestens dann im ADX/DMI ein Kaufsignal generiert werden. Siehe rechts unten im Chart den blauen Pfeil.

Nach  dieser Auslösung wäre ein schneller Anstieg bis fast 4.100$ möglich.


Chart

(kleiner Chart aus der Vorwoche)


Negatives Szenario:

Die Bären warten auf die Chance einer Bärenfalle, die überall im Bereich unter 3.900$ -4.000$ auftreten könnte. Dabei dürfte abwärts gesehen, die 3.700$ Marke (Boden der Unterstützungszone), eine entscheidende Stelle im Chart darstellen.

Aber auch aus den Medienbereichen droht Ungemach und so hatte ich in der Vorwoche gewarnt:

Aber in solchen Zeiten ist bei negativen Meldungen alles möglich , so dass Panik die Kurse in kürzester Zeit nochmals 20-30% abstürzen lassen könnte und Bereiche von < 3.000$ erreichbar wären, was dann ein Crash wäre. Muss nicht so kommen, aber wieso nicht?


Fear & Greed Index (Angst & Gier Index)

In der Vorwoche   verstärkte  sich die Angst unter den Anlegern, so dass der Bereich der „extremen Angst“,  mit 14 Punkten deutlich betreten wurde.

In dieser Woche hat sich die Punktezahl glatt verdoppelt, so dass der Zeiger nun bei 28 Punkten und im unteren Bereich der „normalen Angst“ liegt.  Damit ist die Zone der extremen Angst immer noch deutlich näher, als die neutrale Zone.

Quelle CNN


Fazit:

Letzte Woche hatte ich geschrieben:

Aber auch alle, die hohe  Konsumschulden (TV, Handy und weiteren Mist) mit sich schleppen, dürften schnell große Probleme bekommen. in den USA ist es z.B. üblich, auch Haus und Auto mit Krediten zu belasten und wenn dieses Kartenhaus zusammenbricht, wird sich die Zahl derjenigen drastisch vermehren, die unter den Brücken und in Parks schlafen müssen.

Das zeigt sich in den USA immer offensichtlicher und wurde dort  inzwischen auch zum Mainstreamthema

Sollte sich dies dramatisch ausweiten, wonach es aktuell aussieht, könnte es bald richtig knallen und zwar zum einen im deutlich nachlassenden Konsum, aber auch in der Stimmung der Bürger.

So wird der Staat über kurz oder lang zuerst zu beruhigen versuchen, um anschließend Steuergeschenke auszugeben, damit sich die Gemüter beruhigen. Gelingt das nicht wird man vermutlich die Muskeln des Staates spielen lassen, was bei uns demnächst auch einmal der Fall sein könnte.

Ausnahme war dieser Freitag, der laut unseren Medien so stark war, weil die Hausverkäufe in den USA deutlich angestiegen sind. Irgendwie frage ich mich imemr wieder, wer diese Leute dafür bezahlt, dass sie so einen Schwachsinn veröffentlichen dürfen.

Vielleicht sollte man einfach einmal die Situation ansehen und darüber nachdenken, weshalb in so einer Situation die Hausverkäufe ansteigen. Die einen MÜSSEN verkaufen, weil sie ihre Hypotheken nicht mehr bedienen können und die anderen wollen (günstig) kaufen, weil sie ihr Geld sonst (vermeintlich) nirgends sicher anlegen können.

Die Immobilienpreise sind bereits deutlich gefallen aufgrund der misslichen Lage vieler überschuldeter Menschen und so ist ein weiterer Verkaufsdruck zu erwarten, es sei denn die Gesamtlage der USA ändert sich plötzlich, was aber nicht zu erwarten ist.

Richtig übel wird es dann, wenn sich keine Käufer mehr finden, selbst zum billigsten Preis nicht, denn dann bleiben die Banken auf ihren Krediten sitzen und ihnen droht ebenfalls eine Schieflage.

Im Prinzip haben alle Immobilienkrisen und Finanzkrisen so begonnen und leider ist das auch für Deutschland zu erwarten, wo laut dem Sparkassenverband bereits jetzt rund 40-50% der Kreditnehmer in Schwierigkeiten sind.

Noch stehen diesen eine große Zahl an Kaufwilligen gegenüber, wobei diese langsam auch bemerken, dass die Preise nachgeben und wer kauft eine Immobilie heute für 500.000€, wenn es sie morgen oder übermorgen für 250.000€ bekommen könnte?

Ich hoffe ich konnte das einigermaßen verständlich rüberbringen, was in den USA und den Märkten gerade geschieht.

Freunde, es wird ungemütlicher.


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JoTrader


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